Die PR-Agentur für
Bauen.Wohnen.Leben.

21.03.2017

Vier Farben für eine BAfEP

Ecophon_BAfEP_Oberwart_1

Akustik mit Leiteffekt: Insgesamt wurden 1.200 Quadratmeter Ecophon Focus Lp Akustikplatten verbaut.

Zu dieser Meldung gibt es: 4 Bilder

Pressetext (8716 Zeichen)Plaintext

Wien, im März 2017._Grün und orange statt grau in grau. Die frühere Bakip in Oberwart ist nach anderthalbjähriger Sanierung kaum wiederzuerkennen. Ein ausgeklügeltes Farb- und Orientierungskonzept innen wie außen trägt dem hohen pädagogischen Anspruch der nunmehrigen BAfEP Rechnung.

Den 3. März 2017 wird Barbara Györög so schnell nicht vergessen. Die Direktorin der Bundesbildungsanstalt für Elementarpädagogik im burgenländischen Oberwart – kurz BAfEP – steht im neu gestalteten Festsaal, hinter ihr ist der Schulchor versammelt, die Lokalprominenz gibt sich ein Stelldichein. Györög richtet sich an die Gäste: „Ich bedanke mich bei allen Menschen, die keine Kosten und Mühen gescheut haben, um das so umzusetzen“. Hinter der Direktorin, ihrem rund 70 Lehrkräfte umfassenden Kollegium sowie den gut 470 Schülerinnen und Schülern liegen 20 außergewöhnliche Monate. 20 Monate, in denen alle Beteiligten jeden Tag aufs Neue ihre Flexibilität unter Beweis gestellt haben.

Statt Projekttage hieß es für die Schülerschaft im Sommer 2015 beispielsweise mit Hand anlegen. Ausräumen, verpacken, schleppen, entrümpeln. Mit Ferienbeginn Stichtag 3. Juli musste der alte Betonklotz aus den 1970er-Jahren leer und für die Sanierung bereit stehen. Während der Bauarbeiten wurden die Schüler in eigens aufgestellten Containern sowie teilweise im benachbarten Internat unterrichtet. Wie gesagt: Es war ein kleiner logistischer Kraftakt. Ein Kraftakt, den die Beteiligten allerdings pragmatisch nahmen, stets in freudiger Erwartung dessen, was denn da in Zukunft kommen möge.

Gute anderthalb Jahre später verrät ein Lokalaugenschein in den neuen Räumlichkeiten: Es hat sich gelohnt. In kürzester Zeit wurde nach den Plänen der ARGE Schwartz MAGK Architekten – Martin Schwartz, Martin Aichholzer und Günter Klein – eine komplette Neustrukturierung des dreistöckigen Gebäudekomplexes samt neuem Raumkonzept sowie Um- und Zubauten realisiert. Auch die in Holzbauweise ausgeführte teilweise Aufstockung des Dachgeschoßes wurde rasch realisiert. Was nicht vorbereitet werden konnte, wurde dank des ausgeklügelten Fahrplans beispielsweise in den Schulferien montiert. So blieb der Schulbetrieb trotz Interimsunterkunft in Container und Co weitestgehend unbehelligt.

Variationsreiches Farbkonzept
Ein schneller Blick in den Lehrplan verrät: Intellektuelle und soziale Flexibilität, autonomes Denken, Kreativität und Innovationsfreudigkeit werden in Oberwart gefördert und gefordert. Um diesem abwechslungsreichen pädagogischen Ansatz gerecht zu werden, sollte ein zukunftsweisendes Schulgebäude samt variationsreicher Fassadengestaltung her, erinnert sich Architekt Günter Klein. Spannend sind außerdem die mittels Metallrahmen hervorgehobenen Fensterflächen mit ihren farblichen dezent variierenden Paneelen samt integriertem Sonnenschutz. Das Farbkonzept an der Fassade setzt sich im Innenraum konsequent fort. „Wie wir Farbe erleben, also die Reaktion eines jeden einzelnen Menschen auf Farbe, ist ebenso vielschichtig, wie der Mensch selbst“, sagt Klein. Naheliegend, dass sich die Planer deshalb für ein Farbkonzept entschieden, das den unterschiedlichen Ansprüchen aus pädagogischer, psychologischer und funktioneller Perspektive genügen sollte. Das Ergebnis: Eine Variation aus Grün, Petrol, Orange und Gelb. Allesamt angenehme Farben, die dem Gebäude eine einfache Orientierbarkeit verleihen und seine unterschiedlichen Funktionsbereiche aufgreifen. Ebenfalls farblich aufs Konzept abgestimmt wurden Türen, angrenzende Wände und Gänge.

Perfektion in voller Länge
Wo viel gekichert, gelümmelt und gerannt wird, ist eine herausragende Akustik natürlich das A und O. Deshalb entschieden sich die Planer in den langen Gängen, diversen Verweilflächen sowie der Aula für insgesamt 1.200 Quadratmeter Focus Lp Deckenplatten aus dem Hause Ecophon. „Die Architekten wollten eine Rasterdecke, die als solche nicht erkennbar ist“, erinnert sich Michael Bors, technischer Berater bei Ecophon und Ansprechpartner für Planer wie Verarbeiter. Das System zeichnet sich durch eine halbverdeckte Unterkonstruktion aus, wobei eine Richtung linear im Raum betont wird – wie gemacht für die Bauaufgabe BAfEP Oberwart. Zwischen den Akustikdeckenplatten in der hervorgehobenen Richtung gibt es einen breiten, in der anderen Richtung hingegen einen minimalen Spalt. Die Kanten sind scharf und klar definiert. Die Ecophon Focus Lp Platten sind aus der dritten Generation Glaswolle hergestellt, die sichtbare Oberfläche ist mit der Farbbeschichtung Akutex FT versehen. Zur Aufnahme von technischen Installationen wie Leuchten, Ventilation, Sprinkler und Co sind Integrationspaneele vorgesehen.

Herausforderung gemeistert
„Die größte Herausforderung bei der BAfEP war nicht die Akustik selbst“, sagt Berater Bors. Es waren die Leuchten. Da die Focus Lp Platten längsseitig Stoß an Stoß liegen, sitzt das System zentrisch. Die Lampen, die bei der BAfEP zum Tragen kamen, sind aber dezentrisch. Um die Verarbeiter von der Granit Bau-Tochter Singer zu überzeugen, griff Michael Bors schon im Vorfeld auf eine 1,5 x 1,5 Quadratmeter große Musterkonstruktion – ähnlich der späteren Decke – zurück. Anhand dieses Anschauungsmaterials konnte er die Lösung für das Lampenproblem demonstrieren. Drei Termine – die Platte immer dabei – und ein halbes Jahr später, waren auch die letzten Skeptiker unter den Bauprofessionisten überzeugt. „Schlussendlich“, erinnert sich Bors ein klein wenig stolz, „kamen die Verarbeiter auf mich zu und haben erzählt, dass die Akustikplatten – samt Lampeneinbau – problemloser nicht hätten über die Bühne gehen können.“ Und die Montage ist fürwahr denkbar einfach: In den erforderlichen Abständen werden Abhänger vormontiert. Und sobald die Gewerke für die Haustechnik alles verstaut haben, werden die Akustikplatten einfach in die Abhänger eingelegt. Muss die Haustechnik der BAfEP Oberwart einmal frei gelegt werden, verschieben die Verantwortlichen die Platte zur Feder hin, wodurch eine Plattenseite frei wird und demontiert werden kann.

Zeitgemäß, offen und funktional
Von den langen Gängen mit hervorragenden Absorptionswerten aus erreichen die Schüler und Lehrer der BAfEP nun zahlreiche individuell gestaltete Aufenthaltsbereiche. Außerdem haben die Planer eine Lehrküche samt Speisesaal geschaffen, in der die Hortkinder im gemütlichen Ambiente ihr Mittagessen genießen können. Noch ein Stückchen weiter die Gänge entlang befindet sich der eingangs erwähnte Festsaal. „Dieser Festsaal ist mit der einen oder anderen Finesse ausgestattet“, sagt Günter Klein und präzisiert: „Zum einen ist er räumlich teilbar, zum anderen verfügt er über einen separaten Eingang, um bei Festlichkeiten ohne Umwege hineinzukommen.“ Außerdem erleichtert die angrenzende Küche die Verpflegung für die bis zu 250 Gäste – so etwa an diesem denkwürdigen Festtag Anfang März. Architekt Klein bilanziert: „Die generalsanierte BAfEP Oberwart präsentiert sich heute als zukunftweisender, energieeffizienter Schulbau mit hoher Raumqualität bei niedrigen Betriebskosten.“ Sie sei zu einem Lehr- und Lernort geworden, in dem es sich angenehm und effizient arbeiten lässt. Ein Haus für Lehrer und Schüler: freundlich, offen, zeitgemäß und funktional.

Bautafel BAfEP Oberwart
Bauherr: Stadtgemeinde Oberwart
Architekten: Martin Schwartz, Oberwart, MAGK architektur aichholzer I klein ZT OG, Aschau, Weyer, Wien
Grundfläche: 5.000 Quadratmeter
Investitionsvolumen: ca. 11 Millionen Euro
Akustik: 1.200 Quadratmeter Ecophon Focus Lp

Bilder

Ecophon_BAfEP_Oberwart_2.jpg
Ecophon_BAfEP_Oberwart_4.jpg
Bildtext: Ausgeklügelt: das Farb- und Orientierungskonzept innen wie außen trägt dem hohen pädagogischen Anspruch der BAfEP Rechnung.

Ecophon_BAfEP_Oberwart_1.jpg
Ecophon_BAfEP_Oberwart_3.jpg
Bildtext: Akustik mit Leiteffekt: Insgesamt wurden 1.200 Quadratmeter Ecophon Focus Lp Akustikplatten verbaut.

© Hertha Hurnaus

ÜBER SAINT-GOBAIN
Saint-Gobain entwickelt, produziert und vertreibt Materialien und Produktlösungen, die einen wichtigen Beitrag für unser Wohlbefinden und unsere Zukunft leisten. Diese Werkstoffe umgeben uns täglich in unseren Lebensräumen und im Alltag: in Gebäuden, Transportmitteln und Infrastrukturen sowie in zahlreichen industriellen Anwendungen. Unsere Systemlösungen sorgen für Komfort, Leistung und Sicherheit und berücksichtigen gleichzeitig die Anforderungen des nachhaltigen Bauens, des effizienten Umgangs mit Ressourcen und des Klimawandels.
Saint-Gobain ist führend in der Gestaltung von Lebensräumen und macht mit seinen Produkten und Systemlösungen Komfort erlebbar. Mehr als 170.000 Mitarbeiter in 67 Ländern erwirtschafteten 2016 einen Umsatz von 39,1 Mrd. Euro. www.saint-gobain.de
Alle Inhalte dieser Meldung als .zip: Sofort downloaden In die Lightbox legen

Bilder

1.814 x 1.209  
Ecophon_BAfEP_Oberwart_2
1.587 x 1.058  
Ecophon_BAfEP_Oberwart_3
1.814 x 1.209
Ecophon_BAfEP_Oberwart_4
1.814 x 1.209  


Kontakt

Pressestelle Ecophon
senft & partner, Eva Fesel
1020 Wien, Praterstraße 25a/13
Tel. 01/219 85 42-33 
e.fesel@senft-partner.at
www.senft-partner.at

Ecophon_BAfEP_Oberwart_1 (.jpg)

Akustik mit Leiteffekt: Insgesamt wurden 1.200 Quadratmeter Ecophon Focus Lp Akustikplatten verbaut.

Maße Größe
Original 1814 x 1209 966,6 KB
Medium 1200 x 799 57,6 KB
Small 600 x 399 23 KB
Custom x