11.05.2017

Klar und deutlich: Bessere Akustik verbessert das Leben

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im Bild v.l.n.r.: Frans Davidsson, Concept Developer Office Ecophon international; Mag. David Lasselsberger, Verkaufsleiter Ecophon Österreich

Lärm stört und macht krank. Darüber sind sich Mediziner einig. Eine Verringerung der Geräuschquellen in Gebäuden verbessert daher die Lebensqualität der darin arbeitenden Menschen ganz erheblich.
Wien, im Mai 2017._Lärm stört und macht krank. Darüber sind sich Mediziner einig. Eine Verringerung der Geräuschquellen in Gebäuden verbessert daher die Lebensqualität der darin arbeitenden Menschen ganz erheblich.

Lärmempfindlichkeit ist in hohem Maß individuell. Extrovertierte Menschen tolerieren mehr Lärm als introvertierte, auch die aktuelle Tagesverfassung hat Einfluss auf die Wahrnehmung. Doch bei all dieser Unterschiedlichkeit gilt für beide: Ein hoher Geräuschpegel beeinflusst den Stresslevel und die Herztätigkeit – und das hat die Natur genau so vorgesehen.

Das menschliche Ohr ist ursprünglich darauf programmiert, dass wir uns in freier Natur aufhalten, wo es keine Reflexionen gibt, wo sich der Schall mit der Entfernung verflüchtigt. Der durchschnittliche Schallwert liegt hier bei 55 bis 60 dB, was in etwa zartem Blätterrauschen, Regen und ein bisschen Wind entspricht. Tauchen unerwartete Geräusche auf, löst das Ohr Alarm aus, der Puls steigt, und unsere Reaktionsfähigkeit wird erhöht – wir können schneller flüchten oder in Angriff übergehen. So ist der Plan der Natur, und deshalb ist diese physiologische Reaktion auch bei allen Menschen gleich – bis heute.

Allerdings halten wir uns im 21. Jahrhundert zu 90 % in geschlossenen Räumen auf. Die uns umgebenden Geräusche werden durch Reflexionen an harten Wänden immer lauter, wir befinden uns – rein physiologisch – in permanentem Alarmzustand. Die Konsequenz ist Dauerbelastung durch erhöhten Puls – mit allen gesundheitlichen Konsequenzen.


Gebäude mit besonderen akustischen Anforderungen

Aufgrund der außergewöhnlichen Bedeutung guter Akustik beschäftigt sich der Schallschutzspezialist Ecophon vorrangig mit Büro- und Verwaltungsgebäuden, Schulen und Kindergärten, Spitälern und Rehab-Zentren. „Von einem kleinen Büro mit mehreren Schreibtischen bis zum Turnsaal einer Schule können wir mit unseren Elementen überall zu einer individuell spürbaren und technisch sowie physiologisch nachweisbaren Verbesserung der Raumakustik beitragen“, betont David Lasselsberger, Ecophon Österreich.

Diese Akustik-Platten bestehen aus Glaswolle, die mit einem Vlies kaschiert und mit Stoffen bespannt ist. Die Oberfläche der Platten ist so gestaltet, dass sie den Schall direkt in den Kern weiterleitet und damit absorbiert. Ihre hydrophobe Oberfläche macht sie einfach in der Reinigung, denn sie können feucht abgewischt werden. Auch die antistatische Ausführung schützt vor Verunreinigungen.


Konsonant oder Vokal – nicht egal

Ecophon konzentriert sich mit seinen Schallschutzlösungen vor allem auf den Bereich der Sprachfrequenzen, Hörbarkeit und Verständlichkeit. Dieser Bereich liegt zwischen 500 und 4000 Hertz. Entscheidend ist, dass unser Ohr Sprache sehr unterschiedlich wahrnimmt: Wir hören Konsonanten und Vokale sehr unterschiedlich. Die Kunst guter Akustiker ist, beides in ein ausgewogenes Verhältnis zu setzen. Ob das gelingt, hängt einerseits von den Schallabsorbern ab und andererseits von ihrer Anordnung.

Ecophon hat weltweit zahlreiche Studien über die akustischen Herausforderungen in Schulen durchgeführt. Zwei deutsche Arbeiten geben konkret Auskunft, wie sich eine akustische Sanierung auf Lehrer und Schüler auswirkt. Gemeinsam mit der Universität Bremen hat Ecophon 2005 im Rahmen der Studie „Arbeitsbelastung von Lehrerinnen und Lehrern“ nachgewiesen, dass der Puls der Lehrer nach der akustischen Verbesserung eines Klassenraums signifikant sinkt – um 10 Schläge pro Minute niedriger als davor. Wenn man bedenkt, dass es sich hier um eine Dauerbelastung handelt, lassen sich die gesundheitlichen Auswirkungen erahnen und mit großer Wahrscheinlichkeit auch medizinisch nachweisen. Wenn Akustik und Sprachverständlichkeit in einem Raum besser sind, dann sprechen die Menschen automatisch leiser. So verstärkt sich der technisch durch die Akustikplatten erzielte Effekt von ganz allein. Eine Studie der Universität Oldenburg hat die positiven Auswirkungen eines niedrigeren Geräuschpegels auf die Schüler gemessen. Nach der akustischen Sanierung des Klassenraums konnte eine deutlich bessere Konzentrationsfähigkeit und eine merkliche Verringerung der Fehleranfälligkeit bei den Schülern nachgewiesen werden: Die Fehlerquote im Kurzzeitgedächtnis sank um 10 %, bei Ansagen/Diktat um 7 %.
„Noch stärker ist dieser Effekt bei der Vermeidung von Logikfehlern, wie im Mathematikunterricht“, so Lasselsberger. „Um logisch denken zu können, muss man sich besonders stark konzentrieren – und das geht bei guter Akustik wesentlich besser.“


Arbeiten in Ruhe

Mit dem Siegeszug der Großraumbüros haben die Themen Schallschutz und Akustik auch in Verwaltungsgebäuden maßgeblich an Einfluss gewonnen. Aus Messungen und Befragungen weiß man, dass Sprache die Konzentration des Menschen stärker stört als diffuse Geräusche und dass höhere Töne wie das Klingeln eines Handys stärker irritieren als tiefe. Beides unterbricht den Denkprozess, Mitarbeiter müssen danach erst wieder in die Konzentration zurückfinden – und das kostet Energie. Menschen, die diese Störungen vermeiden wollen, flüchten entweder ins Home Office, in ruhigere Zonen, machen öfter eine Pause, tragen Headphones oder wechseln den Schreibtisch. All das führt zu Reibungsverlusten im Team und in der Effizienz.

Gemeinsam mit der Universität Stockholm hat Ecophon Schweden das Geräuschaufkommen in einem Bürogebäude, wo 151 Menschen auf zwei Ebenen arbeiten, vor und nach einer schalltechnischen Verbesserung untersucht. Die Effekte waren eindeutig: Die Störung durch Sprache konnte um 21 bis 25 %, die des schallbedingten Stresspegels um 11 % verbessert werden.

„Gute Akustik verbessert also nachweislich die Konzentrationsfähigkeit und damit in weiterer Folge die betriebswirtschaftlichen Ergebnisse. Eine Investition, die sich bezahlt macht“, argumentiert Lasselsberger. Und er führt noch weitere Zahlen ins Feld: „Im Betrieb eines durchschnittlichen Bürogebäudes entfallen 1 % der Kosten auf Energie, 9 % auf die Miete, aber 90 % auf Personalkosten. Hier haben wir also den stärksten Hebel für Rentabilität bei vergleichsweise geringen Investitionen.“


Weitere Informationen:
www.ecophon.at

Fotos von der Ecophon Schauraumeröffnung finden Sie in der APA-Fotogalerie:
https://www.apa-fotoservice.at/galerie/9263
Fotocredit:
ECOPHON/APA-Fotoservice/Tanzer

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Bildunterschrift (im Bild v.l.n.r.):
Frans Davidsson, Concept Developer Office Ecophon international; Mag. David Lasselsberger, Verkaufsleiter Ecophon Österreich
Fotocredit: ECOPHON/APA-Fotoservice/Tanzer

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